Islamisierung – Fake News oder Fakt?

Spätestens, seitdem „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ regelmäßig auf die Straße gehen, scheiden sich die Geister, ob es diese Islamisierung tatsächlich gibt oder nicht.

Das gängige Gegenargument lautet, dass es lediglich 5% Muslime in Deutschland gäbe und es daher allein schon mangels Masse abwegig erscheine, von einer Islamisierung zu sprechen. Bundeskanzlerin Angela Merkel empfahl als christliche Gegenmaßnahme, öfter einmal in die Kirche zu gehen und Weihnachtslieder auf der Blockflöte zu spielen.

Verwunderlich ist hier der rein nationale Fokus, namentlich von jenen, die ansonsten gerne das große Ganze ins Spiel führen, den kleinteiligen Blick auf die Nation als zu kurz gesprungen ablehnen.

Um die Frage zu beantworten, ob es eine Islamisierung gibt, hilft es nicht, den Fokus auf den nationalstaatlichen deutschen Status Quo zu legen, sondern man muss einen vierdimensionalen Rundumblick in die Geschichte und die heutigen globalen Entwicklungen tätigen.

Bis noch vor 100 Jahren existierte das islamische Osmanische Reich als Imperium, das sich in seiner Blütezeit von Arabien bis tief nach Ost-Europa ausdehnte. Bis heute verstehen sich Länder von Mauretanien an der Westküste Afrikas über das gesamte Nordafrika und Teilen Ostafrikas bis in den Nahen Osten hinein als Teil der arabisch-islamischen Umma. In der Blütezeit des arabischen Imperialismus gehörte sowohl Spanien, als auch Nordindien bis hin nach Khorasan zum Einflussgebiet des Islams.

Mit dem Erstarken des „christlichen Westens“ fand die „Reconquista“ Spaniens statt, der Ausdehnung der Türken wurde vor den Toren Wiens Einhalt geboten. Frankreich unterband die Überfälle arabischer Sklavenhändler auf europäischem Boden und kolonialisierte Nordafrika. Das britische Empire eroberte weite Teile von bislang arabisch-islamisch besetzten Ländern wie den Nahen Osten und Nordindien. Dem Osmanischen Reich gab die Fehleinschätzung den Rest, sich sowohl im 1. als auch im 2. Weltkrieg mit den Deutschen zu verbünden und folglich auf der Verliererseite zu stehen.

Der Niedergang des islamischen Imperiums wurde natürlich nicht einfach so hingenommen, sondern es wurde nach Ursachen gesucht. Der Gründervater der Muslimbruderschaft Sayyid Qutb führte diesen Niedergang darauf zurück, dass Muslime von der reinen Lehre des Islams abgefallen und dafür von Allah bestraft worden seien. Folglich bestand für ihn die einzige Option, wieder zur alten Größe aufzusteigen zu können darin, zum unverfälschten Islam zurückzukehren.

Was uns heute als Salafismus oder Wahhabismus bekannt ist, ist das Ergebnis solcher Vordenker wie Qutb. Das Ziel besteht darin, wie die Salafiyya, also die unmittelbaren Gefolgsleute Mohammeds, den Islam wie vor 1400 Jahren in seiner Reinform zu leben, um dafür mit der imperialistischen Weltherrschaft belohnt zu werden.

Der Islam hat somit in der Tat eine politische Komponente. Zum einen beinhaltet die islamische Lehre ein komplettes politisches Gesellschaftssystem mitsamt Gesetzgebung (Shari’a), zum anderen einen Missionierungs-, Unterwerfungs- und Ausbreitungsbefehl von Allahs Gnaden.

Gläubige, die diesem Ansatz folgen, sind Islamisten. Sie streben die globale Islamisierung an, die Wiederherstellung des islamischen Imperiums und die weitere Ausbreitung und das Leben nach der islamischen Gesetzgebung/Verfassung Shari’a.

Für die Umsetzung dieses Ziels wurden verschiedene Strategien entworfen. Der Jihad als „heiliger Krieg“ ist nur eine Form. Der von uns als Terrorismus bezeichnete Massenmord von ahnungslosen Zivilisten gehört dazu. Genauso sind Raubüberfälle und die Einstellung, dass Nichtmuslime für Muslime den Unterhalt aufzubringen haben, Teil des Islamismus. Im Koran sind diese Taten als Ghazwa und Jizyah festgeschrieben. Wir nennen es Raub und Schutzgelderpressung.

Eine weitere Strategie des politischen Islamismus ist es, die Gesetzgebung westlicher Länder dazu zu benutzen, um seinen Einflussbereich auszudehnen und bspw über die Religionsfreiheit bestehende Gesetze auszuhebeln und in Richtung Shari’a zu führen. Die Demokratie wird solange benutzt, bis man den Punkt erreicht hat, an dem man sie abschaffen kann. Etwas, das Deutschen bekannt vorkommen sollte.

Noch eine weitere Strategie stellt der sog Geburtenjihad dar, indem man darauf setzt, die Mehrheitsverhältnisse innerhalb eines Landes zu kippen durch eine hohe Geburtenrate bzw einheimische Frauen für seine Zwecke einzuspannen.

Der Islamismus ist eine politische Bewegung, die zuerst muslimische Länder gefressen hat. Die islamische Revolution im Iran hat die liberale Gesellschaft zerstört, in Afghanistan führte er zur Burka, der Libanon galt einst als (christliches) Paris des Nahen Ostens, in Algerien wurden ganze Dörfer ausgelöscht, in Mali kamen die Handabhacker.

Was uns Bio-Europäern entgeht ist, dass dieser Islamismus tatsächlich bereits in unsere liberale Gesellschaft eingedrungen ist. Er betrifft noch nicht so sehr uns, aber massiv Menschen aus islamischen Ländern, die sich hier niedergelassen haben, in der Hoffnung, Zuflucht vor den Islamisten ihrer Heimatländer gefunden zu haben. Dies betrifft Christen, Jesiden, Sufis und andere Angehörige nicht-muslimischer Gruppen, aber auch Muslime selbst. Kulturmuslime sind zunehmend dem Druck ausgesetzt, sich zu islamisieren, einen reaktionären Islam anzunehmen, Kopftuch zu tragen usw.

Liberale Muslime werden hier mit dem Tod bedroht, und zwar nicht von vereinzelt Verwirrten, sondern via Fatwa von Autoritäten der islamischen Welt.

Es mutet daher bizarr an, dass ausgerechnet Islamisten proklamieren, sich als Opfer von Islamophobie zu fühlen, während liberale Muslime wie Seyran Ates oder Hamed Samad Personenschutz benötigen. Vor Islamisten wohlgemerkt!

Anstatt dass liberale Muslime oder Exmuslime in unserer angeblich liberalen Gesellschaft absolute Unterstützung erhalten, werden sie stattdessen als islamophobe Hetzer diskriminiert, abgelehnt und ausgegrenzt. Während Islamisten hofiert werden, Fördergelder abgreifen und weiter zur Spaltung der Gesellschaft beitragen können.

Die Antwort auf die Frage, ob es europäische Islamisierung gibt, lautet also wie folgt:

Ja, sie findet statt. Und zwar mit freundlicher Unterstützung von sich als liberal empfindenden Progressiven, die vor lauter Antirassismus ihre eigenen Werte verraten und auch jene, die zwar Ausländer sind, aber westliche Werte hochhalten.

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Warum Nationalismus gefördert, anstatt bekämpft werden muss

Wikipedia definiert Nationalismus wie folgt:
„Nationalismus bezeichnet Weltanschauungen und damit verbundene politische Bewegungen, die die Herstellung und Konsolidierung eines souveränen
Nationalstaats und eine bewusste Identifizierung und Solidarisierung aller Mitglieder mit der Nation anstreben.“

Betrachtet man menschliche Solidarsysteme, so ist die Kernfamilie Ausgangspunkt solidarischen Verhaltens.
Der Clan als erweiterte Großfamilie stellt die Weiterentwicklung dieser Solidargemeinschaft dar.
Die nächst größere Solidargemeinschaft ist der Zusammenhalt innerhalb einer kulturellen Ethnie.
Schließlich erwächst daraus das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Nation als Zusammenschluss unterschiedlicher Kulturen und Ethnien.

Darüber hinaus ist die Menschheit noch nicht gekommen, sondern der Zusammenschluss zu einer Nation ist bislang die höchste Solidarleistung,
die jedoch noch auf wackeligen Beinen steht.
Nationen bilden sich, zerbrechen, bilden sich neu.

Durch Kolonialmächte willkürlich gezogene Grenzen zur Einhegung neuer Nationen erweisen sich als besonders instabil.
Sie sind nicht natürlich gewachsen, sondern haben Ethnien und Kulturen zusammengefasst, die untereinander kein Solidargefühl entwickelt haben.
Nur zu oft resultiert daraus Krieg, Kampf um Ressourcen für die eigene Ethnie, den eigenen Clan.
Nationalismus lässt sich nicht erzwingen.

Der Kampfruf sich als links fühlender Aktivisten lautet: „Nationalismus raus aus den Köpfen“, während sie „Internationale Solidarität“ fordern.
Dahinter steht die Idee, dass der kleinteilige Nationalismus dem Ziel entgegenstünde, eine weltweite Solidargemeinschaft zu errichten.
Wie allen Ideologien zueigen, wird also zugunsten der IDEE die Realität und der tatsächliche Stand der Menschheit negiert und die höchste Kulturleistung des Menschen,
nämlich die Bildung von Nationalstaaten, angegriffen und als das personifizierte Böse betrachtet.
Dabei wird versäumt, die existierenden Alternativen in der Weltbevölkerung zu erkennen:
sie sind immer kleinteiliger als der Nationalismus. Am häufigsten herrscht der Tribalismus, die Clanstruktur.

Der Versuch, Nationen konföderal oder zentralistisch zusammenzufassen, führt stets zur Entsolidarisierung bis hin zum Auseinanderbrechen,
wenn die Zentralmacht schwächelt.
So brach die UdSSR auseinander, sobald die zentrale Sowjetmacht ihren Einfluss verlor.
Die USA versteht sich zwar als Einheit von 50 Bundesstaaten, doch schafft sie es nicht, eine Solidargemeinschaft in Form einer gesetzlichen Krankenversicherung aufzubauen,
da der New Yorker nicht einsehen kann, wieso er für die Gesundheitsvorsorge einer Kalifornierin verantwortlich sein sollte.
Und ebenso ist es dem Deutschen nicht eingängig, warum er für die Rente eines Griechen verantwortlich sein sollte, während der Niedersachse widerstandslos für den Bayern in die Rentenkasse einzahlt.

Jedem, der im sozialen Bereich tätig ist, ist die Anforderung geläufig, den Klienten da abzuholen, wo er steht.
Die Menschheit steht maximal bei der Bildung einer Nation als Solidargemeinschaft.
Die Nation ist der Goldstandard der menschlichen Entwicklung einer Solidargemeinschaft.

Man zerstört diese Gemeinschaft am ehesten, indem man in großem Maße kulturfremde Ethnien zuwandern lässt, die sich nicht mit der Ausgangsgesellschaft identifizieren,
und mit denen sich die Ausgangsgesellschaft nicht identifiziert. Dann wird die Frage immer drängender auftreten, warum man „für diese Anderen“ etwas leisten sollte.
Dies gilt sowohl für die Neuankömmlinge als auch für die, „die schon länger hier sind“.

Warum jetzt noch ein Blog?

Bei Twitter bin ich rausgeflogen, Facebook war noch nie meins. Jetzt blogge ich mal.

Ich glaube an freie Meinungsäußerung und sehe die sozialen Medien als Quantensprung an, um sich von der Vermittlung zwischen Nachricht und Journalisten zu emanzipieren.

Die 4. Gewalt war einst streitbar und divers, heute gibt es nur noch regierungskonformen Einheitsbrei. Nachdem Journalist eh keine geschützte Berufsbezeichnung ist, machen wir es uns jetzt eben selbst.