Islamfeiertage, oder wie aus Wahlkampfgetöse Profit geschlagen wird

Am 09.10.2017 trat Innenminister Thomas de Maizière in Wolfenbüttel auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung für die niedersächsische Landtagswahl auf. Dort äußerte er einen Satz, der medial seitdem hohe Wellen geschlagen hat:

„Ich bin bereit, darüber zu reden, ob wir auch mal einen muslimischen Feiertag einführen.“

Man kann sich fragen, was ihn zu dieser Äußerung bewogen hat, wo doch Wolfenbüttel fest in christlicher Hand ist, der Moslemanteil bei ca. 2% liegt, sie gerade einmal eine einzige Moschee haben.

Die Antwort wird deutlich, wenn man sich den Video-Mitschnitt seiner Rede ansieht:

De Maizieres Wahlkampfrede in Wolfenbüttel

Es ging ihm also gerade nicht darum, dringend einen Islamfeiertag einzuführen, sondern ganz im Gegenteil die christliche Prägung Deutschlands aufrechtzuerhalten. Nur in Gegenden, in denen es -anders als in Wolfenbüttel- einen hohen Moslemanteil gibt, meint er (um des lieben Friedens Willen) solche Vorschläge zumindest diskutieren zu können.

Offenbar re-agiert er hier eher auf entsprechende Forderungen seines politischen Herausforderers. So hält Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vor dem Hintergrund des seit 2006 verhandelten Staatsvertrags mit den Islamverbänden DITIB und Schura einen staatlich anerkannten muslimischen Feiertag für denkbar.

Natürlich lässt es sich Islam-Funktionär Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime nicht nehmen, diesen medialen Sturm im Wasserglas als Steilvorlage für seine langjährige Forderung nach der Einführung von islamischen Feiertagen zu nutzen. Er liefert direkt konkrete Vorschläge, welche Feste sich besonders eignen würden: das Fastenbrechenfest nach dem Ramadan und/oder das Opferfest.    Laut einschlägigen Seiten ist das Opferfest das höchste islamische Fest. Hier feiert man, dass Abraham auf Allahs Geheiß seinen eigenen Sohn doch nicht töten musste, indem man stattdessen Tiere schlachtet. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Anblick wie erhofft tatsächlich Verständnis zwischen den Kulturen fördert.

Islamlehrerin Lamya Kaddor hingegen lehnt den Vorstoß ab, hält ihn „im Moment“, da Moslems erst 5-6% stellen, für unangebracht. Sie sieht den Weg zunächst einmal über die Schaffung eines Einwanderungsministeriums, um Deutschland weiter zu „verändern“, das Christentum weiter zu marginalisieren, um schließlich ganz neu die Karten zu mischen. Sie gibt sich also nicht mit bloßen Symbolen zufrieden, sondern will das Fundament angehen. 

Fazit ist also, dass im Wahlkampf die beiden Volksparteien einen Knochen fallengelassen haben, der zielsicher von den Medien und den Islam-Aktivisten aufgenommen und weiter zerkaut wird. Die einen für die Auflage, die anderen quasi auch.

 

 

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DARUM geht der Nobelpreis fast nie an Muslime, Frau Kaddor

In einer Kolumne auf t-online fragt die Islamlehrerin Lamya Kaddor, warum der Nobelpreis fast nie an Muslime geht.

Warum geht der Nobelpreis fast nie an Muslime?

 

Diese Frage ist recht einfach zu beantworten:

Gläubige Muslime sind Kreationisten. Sie glauben daran, dass Allah den Menschen und die (flache) Erde erschaffen hat und auch darüber entscheidet, ob man lebt oder stirbt. Damit sind sie für eine Forschungskarriere in den Bereichen Physik, Chemie, Biologie und Medizin eher nicht prädestiniert. Und haben eher keine Aussicht auf einen Nobelpreis. Dies haben sie übrigens mit gläubigen Christen gemein.

Es könnte allerdings auch sein, dass Lamya Kaddor einem eher politisch-islamistischen Muslimbegriff folgt, nach dem Muslim eher als Nationalität, als Zugehörigkeit zur islamischen Umma, definiert ist, und weniger nach der Frequenz der Moscheegänge.

Als Hinweis darauf ließe sich werten, dass sie die diesjährigen Nobelpreiskandidaten als US-Amerikaner, Schweizer und Briten bezeichnet und den Muslimen und der „islamischen Welt“ aka Umma gegenüberstellt, offenbar annimmt, dass sich zwischen ihnen keine Überschneidungen finden lassen: Entweder Muslim (aus der islamischen Welt) oder Ami (aus der westlichen Welt) also.

Unklar bleibt, welchen Zweck es haben könnte, Jahrhunderte zurückliegende islamische Errungenschaften ins Spiel zu bringen, um das Fehlen muslimischer Nobelpreisträger heute zu beklagen. Auch Kopernikus hat nie einen Nobelpreis erhalten, obwohl er ihn sicherlich verdient hätte. Aber damals gab es keinen Nobelpreis. Muslime hätten den damals vielleicht gleich miterfinden sollen, dann sähe die Lage heute wohl anders aus.

Auch dass der islamisch-osmanische Erfinder Taqi al-Din bereits im 16. Jahrhundert die Dampfmaschine „beschrieben“ hat, ist zwar interessant, aber es wäre beeindruckender, wenn er sie auch gebaut und eine Industrialisierung auf den Weg gebracht hätte. Dies ist offenkundig nicht geschehen. Auch Leonardo da Vinci war seiner Zeit weit voraus, hat viele Dinge „beschrieben“, die allerdings erst wesentlich später realisiert und genutzt wurden. Auch er ist übrigens als Nobelpreisträger leer ausgegangen.

Der mutmaßliche Zweck ist wohl, nachzuweisen, dass es nicht am Muslim selbst liegt, dass er heute im Wissenschaftsbetrieb eher als Kolibri (seltener Vogel) auftaucht. So deckt Lamya Kaddor auf, dass westliche und vor allem US-amerikanische Forschungseinrichtungen finanziell wesentlich besser ausgestattet sind als der Rest der Welt und es daher nur natürlich sei, dass sie wissenschaftlich besser abschneiden, ohne tatsächlich schlauer zu sein. Mit Kultur und Religion habe dies also nichts zu tun, nur mit dem schnöden Mammon.

Nun könnte man einwenden, dass es sehr wohl etwas mit der Kultur zu tun hat, wenn es um die Entscheidung geht, für wie wichtig Bildung und Forschung erachtet werden, wie viel Geld man dafür einsetzen will.

Aber Lamya Kaddor stellt klar, dass die islamische Welt in weiten Teilen in Kriegstrümmern liegt und durch politisch und wirtschaftlich schwere Zeiten geht, so dass sie gar nicht in Bildung investieren könnten, selbst wenn sie es wollten. Ich nehme nicht an, dass sie diesen Status Quo auf muslimisches Wirken zurückführt, sondern dieser Einwand quasi die Ungerechtigkeit noch betont, dass westliche Länder sich mit Nobelpreisen brüsten, andererseits aber mit ihrer -imperialistischen Kriegstreiberei- verantwortlich für das Hinterherhinken der islamischen Welt sind.

Ich weiß nicht, ob Lamya Kaddor dies selbst glaubt, oder nicht eher beim Schreiben in sich hineingekichert hat, sowie ich beim Lesen.

Erst letzte Woche durften wir erfahren, dass sich bei der Ankunft des saudischen Königs in Russland eine Panne ereignete. Als er aus seinem Privatjet steigen wollte, streikte seine goldene Rolltreppe, so dass er ganz profan Treppen steigen musste: König Salman muss laufen

In der islamischen Welt herrscht aufgrund der Ölvorkommen ein schon als obszön zu bezeichnender Reichtum. Der zugegebenermaßen nicht sozialistisch verteilt wird. Und der in goldene Rolltreppen anstatt in Forschungseinrichtungen investiert wird. Oder im Aufkauf westlicher Industriezweige mitsamt Knowhow und meist westlichen Fachkräften, mit und ohne Nobelpreis.

Eine Frage der Kultur?

Wobei, es stimmt ja nicht, dass es keine renommierten Universitäten in der islamischen Welt gibt. Die Al-Azhar-Universität in Ägypten ist weltweit führend. Im Bereich der Koranexegese. Dafür gibt es nur leider (noch) keinen Nobelpreis.

Keine Ahnung vom Klima, aber trotzdem skeptisch

Um es gleich vorweg klarzustellen: ich habe keine Ahnung von Klimatologie.

Mein Wissen reicht gerade so weit, dass ich weiß, was „Klima“ ist und es nicht mit „Wetter“ verwechsele, was offenbar häufig passiert und Klimatologen nach deren Bekunden die Haare raufen lässt. Daher habe ich mich da firm gemacht. Ansonsten interessiert mich Klimatologie so wenig wie viele andere akademische Nischenfächer.

Angesichts des seit Jahren heiß diskutierten Klimawandels und dessen apokalyptische Auswirkung auf die globale Zukunft mag es ketzerisch erscheinen, so ungeniert eigene Ignoranz und Desinteresse zuzugeben. Aber ich nehme an, dass in Wahrheit die meisten anderen Mitmenschen ebenso wenig Ahnung haben wie ich und genau so wenig Interesse, an ihrer Unwissenheit etwas zu ändern. Sie wollen es aus gegebenem Grund nur nicht zugeben.

Natürlich habe ich, wie jeder normale Mensch, ein massives Interesse daran, dass unsere Welt erhalten bleibt. Und deswegen halte ich es für gut und richtig, wenn Gefahren erkannt und kommuniziert werden, und schließlich Fachleute Lösungen entwerfen, die dann in geeigneter Weise durch die Politik umgesetzt werden. So wie in „Deep Impact“.

Da ich schon ein paar Jahrzehnte auf der Welt bin, habe ich bereits das „Waldsterben“ und das „Ozonloch“ hautnah miterlebt, und auch, wie diese zunächst als „unausweichlich das Ende bedeutend“ medial verkauft wurden. Jüngere Generationen kennen die beiden einst so gefürchteten Ereignisse gar nicht mehr. Für sie ist auch normal, dass es Fische im Rhein gibt.

Von daher hatte ich von Anfang an Schwierigkeiten damit, die Erwartung zu erfüllen, mit Hysterie auf das nächste apokalyptische Szenario „Klimawandel“ zu reagieren. Ich habe mich bereits in meiner Jugend bei Waldsterben und Ozonloch verausgabt und am Ende hat sich doch alles gerichtet. In der Verhaltensbiologie nennt man das Habituation. Irgendwann hört man auf zu kreischen, wenn die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird und man wartet erst einmal ab, was rauskommt.

Natürlich habe ich versucht, grundsätzlich nachzuvollziehen, was es mit diesem Klimawandel auf sich hat und warum das schlecht ist. Ich las, dass in den Industriestaaten durch Verbrennung fossiler Energieträger der CO2-Ausstoß sukzessive ansteigt und dadurch einen Treibhauseffekt auslöst, der zu einer globalen Erwärmung führt, der messbar ist.

Seltsamerweise hatte ich in den 80ern noch gelernt, dass es eine globale Abkühlung gibt, eine neue Eiszeit droht, verursacht durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Kohle, deren Rußpartikel die Sonnenwärme daran hindern, durch die Erdatmosphäre zu dringen. Katastrophe auf Raten. Kommt eine neue Eiszeit? SPIEGEL 33/1974

Politischer Hintergrund soll damals gewesen sein, dass Atomkraft forciert werden sollte, nicht zuletzt deswegen, um die Macht der Bergarbeitergewerkschaften in Großbritannien unter Thatcher zu brechen, die sie für kommunistische Vereinigungen hielt.

Seit ca. 15 Jahren ist nun die globale Erwärmung im Fokus. Genauer gesagt: die menschengemachte Erwärmung durch den CO2-Ausstoß der Industriestaaten. Stutzig machte mich schon früh, dass Wissenschaftler, die zwar nicht die Erwärmung bestritten, aber andere Ursachen wie z. B. die Sonnenfleckenaktivität in Spiel brachten, sich darüber beklagten, dass sie auf persönlicher Ebene angegriffen und als Forscher diskreditiert wurden, ohne dass eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihren Forschungsergebnissen stattgefunden hätte.

Offenbar geht es also gar nicht vorrangig um die globale Erwärmung an sich, sondern um den menschengemachten Klimawandel, genauer gesagt, um die Verursacher desselben, nämlich die Industriestaaten, die zufällig überwiegend zu dem gehören, was wir heute als „westliche Welt“ bezeichnen. Deutlicher wird es, wenn man betrachtet, wer als „Opfer“ des Klimawandels dargestellt wird. Um es auf den Punkt zu bringen, lautet das gängige Narrativ, dass „westliche Länder“ durch ihren rücksichtslosen Raubbau bewirken, dass benachteiligten Entwicklungsländern die Lebensgrundlage entzogen wird. Ganz aktuell gibt es bereits die ersten anerkannten „Klimaflüchtlinge“ aus Afrika und man droht mit Millionen und Abermillionen weiteren, sollten die Industriestaaten sich nicht de-industrialisieren.

Wer sich in irgendeiner Weise dem gängigen Narrativ zu entziehen versucht, sei es,

dass er die globale Erwärmung an sich als Fake abtut,

dass er sie zwar anerkennt, aber die menschliche Urheberschaft ganz oder auch nur teilweise bezweifelt

oder dass er auch nur andere Lösungsansätze als die De-Industrialisierung vorbringt

oder sogar Chancen in der Erwärmung sieht,

der macht sich Feinde.

Klimaskeptiker“ ist die Bezeichnung für all jene, die aus den verschiedensten Gründen nicht mitmachen. Dabei interessieren die einzelnen Gründe gar nicht. Eine inhaltliche Auseinandersetzung findet nicht statt. Somit ist Wissenschaft tot. Sie wurde durch Ideologie ersetzt, in der es „Gläubige“ und „Ungläubige“ gibt.

Wie eingangs gesagt, ich habe keine Ahnung von Klimatologie. Wie (meine Behauptung) die meisten anderen, einschließlich der Politiker und Medienmacher, auch nicht. Das wäre kein Problem, solange es den Fachbereich Klimatologie noch gäbe und er nicht ersetzt worden wäre durch Klimaideologie.

Klimaskeptikern“ wird unterstellt, dass sie Nutznießer und Büttel der Ölindustrie seien.

Wenn ich mir ansehe, wie sich die „Klimagläubigkeit“ politisch und gesellschaftlich ausgewirkt hat, wer finanzieller Nutznießer ist und wer politisch profitiert („cui bono?“), dann sind es sog. „Grüne“, die sich materiell am EEG auf Kosten der Privathaushalte bereichern und politisch über das schlechte Gewissen der weißen Kolonialisten ihren Traum von der Bio-Agrargesellschaft durchdrücken. Von Klimatologie haben sie sicher keine Ahnung.

Ja, ich bin „Klimaskeptiker“. Nicht dass ich beurteilen könnte, was zum Teufel sich bezüglich des globalen Klimas abspielt. Aber ich bin skeptisch, was hier für ein Spiel gespielt wird, und worauf das hinauslaufen soll.

Warum die „Asylobergrenze“ eine Nebelkerze ist

Auf dem heutigen Deutschlandtag der Jungen Union bekräftigte Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut, dass „das deutsche Asylrecht, Artikel 16 des Grundgesetzes, keine Obergrenzen kennt“. (Quelle: BR24 auf Twitter)

Einmal beiseite gelassen, dass Art. 16 GG gar nicht das Asylrecht behandelt, sondern wohl vielmehr Art. 16a gemeint gewesen sein wird, stellt sich die Frage, ob angesichts der zB 2016 bewilligten Asylanträge überhaupt eine Obergrenze dringlich erscheint.

Gemäß dem Bundesministeriums des Inneren wurden im Jahr 2016 695.733 Asylanträge bearbeitet.

Asylberechtigt nach Art. 16a des GG waren davon 0,3% resp. 2.120 Menschen. Also etwa 1% der von der CSU kampflustig geforderten Asylobergrenze von 200.000.

Der weit größere Anteil der Antragsteller, nämlich 36,5% resp. 254.016 Personen, wurde als Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention eingestuft.

Auch diese Zahl liegt gar nicht so weit über der CSU-Forderung.

Die große Mehrheit der Anträge hingegen (63,2% oder ca. 440.000) wurde abgelehnt.

Im obigen BR24-Video fasst Frau Merkel den Dissens um die „Asylobergrenze“ wie folgt zusammen:

sie selbst zählt sich zu jenen, die „keine Asylobergrenze gemäß dem Grundgesetz“ kennen, und grenzt sich damit von jenen ab, die eine Vermischung von Asyl und Migration beklagen und daher eine Obergrenze fordern, um mit dem Zustrom zurande zu kommen.

Aus den obigen Zahlen des BMI lässt sich ableiten, dass dieser Dissens völlig an der eigentlichen Problematik vorbeigeht. Sie zeigen einerseits, dass über den Weg des Asylantrags Hunderttausende versucht haben, ohne eigentlichen Asylgrund nach Deutschland einzuwandern. Sie bestätigen damit das „Lager“, dem Frau Merkel sich nicht zugehörig fühlt. Andererseits zeigen sie aber auch, dass die willkürlich gesetzte Obergrenze von 200.000 nicht einmal im stürmischen Asyljahr 2016 hinsichtlich der Anerkannten wesentlich überschritten wurde, diese somit real gar nichts ändern würde.

Offenbar hat das verordnete Schweigen über jedwede Problematik in Zusammenhang mit der Migrationsproblematik dazu geführt, dass nicht mehr differenziert gedacht werden kann. Denn zum Denken braucht man Worte. Das Kernproblem besteht darin, wie man es umsetzen könnte, dass nur jene, die tatsächlich einen Anspruch auf Schutz haben, nach Deutschland oder überhaupt in die EU gelangen. Dies auch möglichst auf sicheren und geordneten Wegen.

Die derzeit unhaltbare reale Situation sieht so aus, dass Hunderttausende bis Millionen auf teils lebensgefährlichen Wegen versuchen, illegal in die EU und nach Deutschland zu gelangen, um dort den „Asylantrag“ zu stellen, der zu einer Farce verkommen ist.

Darüber hinaus scheitern die EU und Deutschland in großem Stil daran, abgelehnte Migranten wieder hinauszukomplementieren. Weil sie untertauchen, weil ihre Heimatländer sie nicht mehr zurücknehmen, weil unklar bleibt, woher sie eigentlich gekommen sind, wer sie überhaupt sind.

Es gilt: wer es einmal her geschafft hat, bleibt in der Regel auch hier. Und wird alimentiert. Und das ist das Problem, mit dem wir zu kämpfen haben, das mit einer „Obergrenze“ nicht zu beheben ist.

Noch weniger aber mit dem infantilen Rückzug auf die Position des Gutmenschen, der seine politische Unfähigkeit mit der Verfassung verbrämen möchte.

Nachdem die alte und neue Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündet hat, dass man Grenzen nicht schützen kann, sollten wir uns langsam alle die Frage stellen, ob sie noch die Richtige ist, um die Probleme unseres Landes zu bewältigen.

Zum Schengener Abkommen gehörte neben der innereuropäischen Reisefreiheit zwingend der Schutz der EU-Außengrenzen. Und ich würde diesen Schutz der Außengrenzen als europäisches Projekt auffassen, anstatt die Nationen an den Außengrenzen mit dieser Aufgabe allein zu lassen. Hier hat die EU und Deutschland versagt.

Das Dublin-Abkommen besagt, dass alle Asylbewerber in dem Staat, den sie zuerst betreten haben, Asyl zu stellen haben. Damit wäre Deutschland als Binnenstaat fein raus. Aber das Dublin-Abkommen wird nicht umgesetzt. Und man hätte auch annehmen können, dass innerhalb der EU die Außenstaaten, in die Migranten zuerst ihren Fuß setzen, nicht allein gelassen, sondern von der Solidargemeinschaft unterstützt werden. Aber auch da hat die EU und Deutschland versagt.

Das Einzige, was je funktioniert hat, war, populistische Parolen a là „Wir schaffen das“ hervorzubringen, ohne Plan. Stattdessen hat Deutschland via Bundeskanzlerin Merkel es geschafft, dass sich die gesamte EU entsolidarisiert hat, mit Reaktanz auf Versuche reagiert, das Versagen Deutschlands auf alle Mitglieder zu verteilen. Vielmehr hat sich das Misstrauen und die Abneigung gegen Deutschland innerhalb der anderen EU-Mitgliedsstaaten so weit gesteigert, dass sie auch kriminelle Migranten ohne Vorwarnung zu uns abschieben, auf dass wir damit klarzukommen haben. Und ich kann es ihnen nicht einmal verdenken.

Bildungspolitik und Inklusion, oder: wie Progressive ihre eigenen Vorurteile auf dem Rücken der Schüler zu verstecken versuchen

In der Bildungspolitik scheinen sich zwei Gruppen unversöhnlich gegenüberzustehen:

Konservative halten an der bisherigen dreigliedrigen Schulform von Hauptschule, Realschule und Gymnasium fest, mit dem Argument, dass Schüler sich hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit unterscheiden und in dieser Schulform jeder gemäß seinen Fähigkeiten untergebracht werden kann, ohne unter- oder überfordert zu sein.
Progressive hingegen sprechen sich für die Abschaffung jeglicher Differenzierung aus. Was mit den Gesamtschulen begann, mündet in die Gemeinschaftsschule, in der alle Schüler gemeinsam unterrichtet werden, unabhängig von ihrer individuellen Leistungsfähigkeit. Individuelle Unterschiede treten in den Hintergrund.

Beide Gruppen nehmen natürlich für sich in Anspruch, nur das Wohl der Schüler im Sinn zu haben. Doch offenbar unterscheiden sich die Auffassungen, was nun das Beste sei, eklatant. Das selbe Ziel, aber unterschiedliche ideologische Ausgangspunkte.

Beide Gruppen scheinen anzuerkennen, dass es Diversität gibt, dass Schüler sich auch hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit unterscheiden. Allein die Art des Umgangs damit weicht voneinander ab:
Während Konservative die Diversität so aufteilen möchten, dass relativ homogene Untergruppen gebildet werden, streben Progressive eher danach, heterogene Gruppen zu schaffen.

Das Ziel der Konservativen ist, innerhalb der homogenen Untergruppen Anforderungsbedingungen je nach Leistungsvermögen zu schaffen, um den einzelnen Schüler einerseits optimal zu fördern, andererseits aber auch vor der Frustration zu bewahren, ständig damit konfrontiert zu werden, dass andere leichter lernen und leistungsmäßig besser sind. Und auch davor, sich ständig unterfordert zu fühlen, weil andere langsamer sind und es nicht voran geht. Innerhalb homogener Gruppen ist die Leistungsvarianz eben geringer.

Das erklärte Ziel der Progressiven hingegen ist es, dass Schüler in heterogenen Klassen erfahren, dass es individuelle Unterschiede gibt und man trotzdem eine Gemeinschaft bilden kann.
Man hofft auf den Abbau von Vorurteilen durch das Zusammenleben in der Klassengemeinschaft und die Entwicklung von sozialer Unterstützung der Stärkeren für die Schwächeren. Die optimale Leistungsförderung des Einzelnen steht dabei nicht im Vordergrund, sondern vielmehr die Verbesserung des sozialen Zusammenlebens jenseits aller Klassen- und Leistungsunterschiede. Einige Progressive scheinen auch die Existenz individueller Begabungsunterschiede grundsätzlich zu leugnen und diesbezügliche Varianz als Ausdruck sozialer Benachteiligung zu betrachten, die durch die Zusammenführung sozialer Klassen aufgehoben werden kann.

Aus dieser Gegenüberstellung sollte deutlich werden, dass es der ersten Gruppe im Rahmen der Bildungspolitik um Leistungsoptimierung des Individuums geht, während es der zweiten Gruppe eher um „Sozialoptimierung“ innerhalb eines Kollektivs geht.

Einen Zusatzzweig neben dem dreigliedrigen Schulsystem stellt die Förderschule dar. Schülern mit besonderem Förderbedarf, sei es aufgrund von geistigen oder emotionalen Behinderungen und/oder Verhaltensauffälligkeiten, werden speziell geschulte Lehrkräfte an die Seite gestellt, die in überschaubaren Klassengrößen gezielt auf Stärken und Schwächen der Schüler eingehen können, um sie so optimal fördern zu können.

Progressive fordern nun, diese Förderschulen zugunsten der sogenannten Inklusion zu schließen und stattdessen Schüler mit speziellem Förderbedarf „wie alle anderen auch“ in den Regelschulen zu beschulen. „Inklusion“ bedeutet übersetzt „Einschluss in die Gemeinschaft“. Hierbei wurde die Behindertenrechtskonvention der EU missverstanden, die besagt, dass Behinderte auch im Bereich der Bildung nicht ausgeschlossen werden dürfen, wie es in einigen EU-Ländern noch der Fall ist. Damit hatte man im Sinn, auch für Behinderte das Recht auf Bildung EU-weit durchzusetzen. Dies ist in Deutschland bereits seit langer Zeit der Fall, wie ja die Existenz der Förderschulen gerade beweist. Progressive haben daraus aber nun seltsamerweise abgeleitet, dass die EU-Konvention die Sonderförderung von Behinderten verbiete und sie stattdessen in die Regelschule einzugliedern seien.

Wie kann es denn nun sein, dass das Angebot spezifischer Förderung von bedürftigen Schülern durch speziell geschulte Pädagogen in Kleingruppen als „Ausschluss aus der Gemeinschaft“, als Verstoß gegen die Inklusion aufgefasst werden konnte?

Meines Erachtens verrät es viel über die Vorurteile, die abwertende Haltung der meist akademisch gebildeten Befürworter der „Schule für alle“. Nur wer der Ansicht anhängt, dass Förderschüler, Hauptschüler oder generell all jene, die kein Abitur haben, defizitär sind, muss darauf hinarbeiten, dass diese Schüler nicht mehr sichtbar sind. Wer sie als „Nicht-Gleich“ betrachtet, muss überhaupt erst dafür eintreten, dass sie „gleich“ erscheinen, um mit dem Grundgesetz nach Artikel 3 konform zu gehen („Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“).

Daher würde ich all jenen, die Schüler dazu missbrauchen wollen, ihre eigenen Vorurteile gegenüber „Nichtakademikern“ zu verstecken, raten, zunächst einmal sich selbst zu hinterfragen, bevor das bislang sehr gute Bildungssystem Deutschland weiter unterhöhlt wird und dabei die Kinder und deren Zukunft auf der Strecke bleiben.
Die Bildungspolitik taugt nicht zum „Virtue Signalling“. Jedes Kind hat das Recht, nach seinen Begabungen und Fähigkeiten gefördert und zum Optimum gebracht zu werden. Heterogene Beschulung wird keinem Kind gerecht, alle verlieren.

Sozialen Zusammenhalt zwischen Schülern unterschiedlicher Befähigung kann man auch dadurch fördern, indem gemeinsame außerschulische Aktivitäten gefördert werden, z.B. beim Sport oder kreativen Betätigungen. Indem die Beschulungsorte zusammengelegt und so Kontaktmöglichkeiten hergestellt werden.

Am Ende aber sind Schulen Orte der Bildungsvermittlung und nicht Labore für soziale Experimente, die man mit gesundem Menschenverstand bereits als zum Scheitern verurteilt prognostizieren kann.

Rassismus und dessen Transzendenz durch den Rechtsstaat

Heutzutage erscheint es so, als ob das übelste Schimpfwort, dass man sich einfallen lassen kann, „Rassist“ ist. Derart Beschimpfte sehen sich regelmäßig bemüßigt, sich schnellstmöglich davon zu distanzieren, um zumindest halbwegs heil in der sozialen Gesellschaft bleiben zu dürfen. Ein Rassist, so scheint es, hat jegliche Legitimation als menschliches Wesen verloren. „Es darf natürlich geschossen werden“, denn der Rassist würde ja auch schießen. Auf Schutzbedürftige zumal.

Was ist Rassismus?

Laut Definition ist Rassismus die Zuschreibung negativer Eigenschaften aufgrund der Zugehörigkeit zu einer anderen Ethnie. Man spricht hier von Vorurteilen, die zu Hass führen.

Eine kleine Exkursion in die Sozialpsychologie:

Es entspricht typisch menschlichem Verhalten, als soziales Wesen Gruppen zu bilden. Gruppen konstituieren sich dadurch, dass man sich einer Ingroup zugehörig fühlt, und sich von einer Outgroup unterscheidet.

In der Ingroup wird, jenseits des Zusammengehörigkeitsgefühls, eine Heterogenität akzeptiert: man gehört zwar zusammen, aber die einzelnen Mitglieder unterscheiden sich voneinander.

Die Outgroup, also jene, „die nicht zu mir gehören“, werden als homogen betrachtet: die sind alle gleich. Und was an denen „gleich“ ist, gehört in den Bereich der Vorurteile.

Vorurteile an sich entstehen jedoch nicht aus dem Nichts heraus, sondern aus Erfahrungen aus Begegnungen mit dem anderen, die dann verallgemeinert werden. Diese müssen nicht einmal selbst gemacht worden sein, sondern können auch durch Mitglieder der Ingroup tradiert werden. Sie sind also nicht per se substanzlos, sondern sind Ausdruck von Erfahrungen, die in dieser Gruppe gemacht wurden.

Natürlich sind solche Vorurteile fehlerbehaftet, da sie Rückschlüsse aus einzelnen Begegnungen beinhalten und nicht das Ganze zeigen. Andererseits sind Vorurteile überlebenswichtig, um nicht in potentielle Gefahren naiv hinein zu rennen.

Von daher haben Vorurteile und daraus resultierender Rassismus eine evolutionäre Berechtigung. Man kann einfach nicht vorurteilsfrei leben, negative Erfahrungen als „Einzelfall“ ausblenden und abwarten, was passiert. Weltoffene Naivität ist eine evolutionäre Sackgasse. Auf die Idee kann nur eine Gruppe kommen, die in friedlichen Zeiten aufgewachsen ist und nicht weiß, was Krieg ist und wie leicht Gewalt explodieren kann.

Vorurteile, Rassismus, Skepsis gegen das Fremde, all das sind evolutionäre Ergebnisse, zutiefst menschlich und somit normal.

Eine zivilisatorische Kulturleistung ist es, die Skepsis der Ingroup nicht darin münden zu lassen, in Eigenregie Pogrome zu veranstalten, sondern eine höhere Gewalt zu installieren, die zwischen realer Bedrohung und unzulässiger Verallgemeinerung zu unterscheiden weiß. Die Angriffe der Outgroup abzuwehren im Stande ist, sie aber auch vor Angriffen schützen kann.

In der Zivilisation haben wir das Recht auf Gewaltausübung dem Staat übertragen.

So gibt es natürlich weiterhin Rassisten. Aber sie haben keine Legitimation, für sich zu agieren, sondern haben ihr Verteidigungsinteresse an den Staat übertragen. Wer das nicht akzeptiert, wird abgeurteilt. Fatal ist, wenn der Rechtsstaat scheitert, die Schutzinteressen nicht mehr gewahrt erscheinen. Wenn der zivilisatorische Vertrag gekündigt wird, dass nur der Staat gewaltberechtigt ist.

Nation: Bundesland, Deutschland, EU, Welt?

Der heutige Tag der deutschen Einheit wird offiziell in Mainz begangen. Hier stellen sich die 16 Bundesländer in ihren kulturellen Eigenheiten dar. Offenbar haben also diese 16 Bundesländer jeweils Eigenheiten, die sie von den anderen Bundesländern unterscheidet.

Zusammenfassend nennt man den Zusammenschluss der 16 Bundesländer „Deutschland“.

Irritierend in diesem Zusammenhang sind eine Reihe von Begleiterscheinungen.

So stellte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), fest, dass „eine spezifisch deutsche Kultur, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar“ sei.

Zwar vermute ich, dass heute in Mainz Deutsch die Verkehrssprache sein wird. Anders als Özoguz gehe ich allerdings davon aus, dass dort noch etwas mehr „Spezifisches“ geboten wird, was man bspw. im Sudan oder in Nicaragua eher nicht findet. Wahrscheinlich noch nicht mal in Dänemark oder Italien. Allenfalls als deutsche (!) Importware oder in deutschen (!) Expat-Enklaven.

Zudem erinnert der Tag der Deutschen Einheit daran, dass wir eine Bundesrepublik sind, ein Zusammenschluss von sich kulturell unterscheidenden Bundesländern, die sich insgesamt als eine Einheit, eine Nation empfinden.

Die offizielle Hymne ist demzufolge natürlich nicht die deutsche Hymne, zur Feier, dass 16 kulturell unterschiedliche Länder sich zu einer Einheit zusammengeschlossen haben, sondern die EU-Hymne.

Die anderen EU-Länder sind natürlich nicht mit ihren kulturellen Eigenheiten und föderativen Errungenschaften vertreten, aber es widerspräche doch dem Narrativ der Internationale, etwas so Nationalistisches wie das Gelingen eines deutschen föderalen Nationalstaates zu feiern. Das würde nur den Nationalisten in die Hände spielen, und immerhin soll ja „Nationalismus raus aus den Köpfen“.

Während wir noch immer dem Zusammenwachsen der EU harren, darf man derzeit in Spanien betrachten, was es bedeutet, wenn eine Nation zusammenbricht. Da wäre es den Internationalisten doch lieber, dass zumindest die spanische Nation als solche zusammenbleibt, als dass sie in viele kleine Einzelstaaten zerfällt und die Bemühungen um das große Ganze implodieren.

Eine funktionierende Nation, die sich aus mehreren kulturell unterschiedlichen Ländern zusammensetzt und sich als Solidargemeinschaft empfindet, ist der menschliche Goldstandard.

Natürlich kann man von „One world, one nation“ träumen, aber es ist eben nur ein Traum, eine Ideologie. In der Realität sollte man Nationen hegen und pflegen, kulturelle Identitäten schützen anstatt abwerten. Wer weiß, wie sich auf dieser Basis dann weitere Zusammenschlüsse ergeben?

Ganz sicher wird das nicht funktionieren, indem man mit dem Holzhammer „multikulti“ einhämmert, Natives damit beleidigt, dass sie keine eigene Kultur hätten und durch Resettlement eine Agenda verfolgt, Indigene zur Minderheit unter vielen zu machen.

Damit erreicht man lediglich eine Entsolidarisierung, einen Rückschritt in das Kleinteilige, in den Clan, in die Kernfamilie. Also das genaue Gegenteil, was Internationalisten eigentlich im Sinn gehabt haben.